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2009-10-22 Blog Post on Project Paroli

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== Deutsch: ==
=== Wikipedia nabelt sich ab! ===
Gerade die neusten Entwicklung im Bereich der offline Darstellung von Wikis haben gezeigt, dass ihre Nutzer längst nicht mehr nur Hobbyisten und Hippies sind. Zahllose Wikis werden als universelles Instrument zum Sammeln und Verteilen von Wissen zu fast jedem erdenklichen Thema eingesetzt. Egal ob Universität oder Aktiengesellschaft, Wikis sind in. Bislang benötigt man zum Mitmachen allerdings einen ständigen Zugang zum Internet. Doch es hier tut sich einiges.
Schon Anfang des Jahres erklärte die Wikimedia Foundation das ZIM-Dateiformat zum Standard für die Offline-Nutzung seiner Webinhalte. ZIM wird seit Februar entwickelt nun das Team von openZIM[1] und hat bereits beachtliche Ergebnisse vorzuweisen. Abgesehen von Desktop PCs läuft ZIM bereits auch flüssig auf Kleingeräten wie dem Ben NanoNote[2] oder dem Neo Freerunner[3].
Diese Flexibilität und Portabilität ist seinem Aufbau geschuldet. Statt als einzelner, komplexer Prozess wurde openZIM in verschiedene eigenständige Programme aufgeteilt. Der ZimReader arbeitet als Webserver und ermöglicht somit dem Benutzer mit jedem jeweils vorhandenen sich per x-beliebigem Browser auf durch die Inhalte der ZIM-Datei zu zugreifenklicken. Sowohl ZimReader als auch ZimWriter, mit dem die ZIM-Dateien erstellt werden, sind in C++ programmiert worden und somit plattformunabhängig. Die ZIMlib kann ausserdem als Bibliothek in eigene Programme eingebunden werden um diese so unkompliziert ZIM-fähig zu machen. Die Spezifikation des Dateiformats wurde im Projekt-Wiki[4] veröffentlicht, alternative Implementierungen - in anderen Programmiersprachen oder Frameworks - sind willkommen.
Das Herz des Projekts ist allerdings das ZIM-Format[4] selbst. Es wurde entworfen um einen möglichst effizienten und universellen Weg zu bieten grosse Wikis in einer einzigen Datei zu speichern. Man kann damit theoretisch sämtliche Daten aus einer Datenbank (PostgreSQL, MySQL, SQlite or Oracle) oder einer Sammlung Dateien komprimiert abspeichern. "Mit ZIM versuchen wir einen Standard für die Offline-Nutzung von Wikis zu schaffen" erklärt das Projektteam. Anwendungsentwickler auf Plattformen wie dem iPhone, webOS oder Symbian sollten sich dem anschliessen - da die Wikimedia Foundation bereits die automatische Erzeugung von ZIM-Dateien für all ihre Wikis vorbereitet ist dies wohl nur eine Frage der Zeit.
Der heilige Gral von ZIM ist die Offline-Bearbeitung. "Dies ist ein Muss", sagt Manuel Schneider der das openZIM-Projekt leitet und fügt überraschenderweise zur Überraschung hinzu: "Der Plan steht bereits und das Format ist schon entsprechend vorbereitet - das einzige was noch zu tun ist, ist die Implementierung". Das Projekt hofft dies diese im kommenden Jahr abschliessen angehen zu können. Wie die veränderten Daten dann zurück in die Wikis übernommen werden können , wird derzeit in anderen Projekten und der Wikimedia Foundation in San Francisco diskutiert.
Natürlich gab es in der Vergangenheit viele verschiedene Ansätze um Offline-Versionen von Wikipedia und anderen Wikis zu erstellen. Was jedoch gefehlt hat war ein klar strukturierter und durchdachter Ansatz, der all die unterschiedlichen Probleme löstsich Problemen stellt und nicht verlagert. Offene Standards und interdisziplinäre Zusammenarbeit über verschiedene Plattformen hinweg sind für ein solches Vorhaben entscheidend. OpenZIM ist genau dies, ein Projekt bei dem sich Wiki-Autoren auf Anwendungsentwickler treffen und gemeinsam an einem Standard arbeiten.
"Wiki-Inhalte mit Hilfe von offenen Standards und Freier Software in einem standardisierten und austauschbaren Format auf Offline-Geräte zu bringen" ist ein grosses und mutiges Ziel, aber das openZIM-Team geht Schritt für Schritt voran. Wie bereits beschrieben ist die ZIM-Implementierung bereits einsatzfähig und wurde schon sowohl in kommerziellen als auch Freien Produkten verwendet. Die aktuellen Baustellen sind die Kategoriesierung von Artikeln, die Verbesserung des Volltext-Suchindex sowie der Leistungssteigerung bei gleichzeitiger Minimierung des Speicherbedarfs.

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